Ankwa Roots e.V. ist ein gemeinnütziger Verein aus Braunschweig. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in Ghanas Hauptstadt Accra engagieren wir uns ehrenamtlich für den Kulturaustausch zwischen Ghana und Deutschland sowie für den Umweltschutz, der in den vergangenen Jahren zu einem weiteren wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit geworden ist.
Unsere Wurzeln liegen in der Musik. Wir unterstützen vor allem Musiker und Tänzer, die Kindern und Jugendlichen in Accra traditionelle Lieder, Rhythmen und Tänze vermitteln und sie so lebendig halten.

Wie alles begann
1997 kam Claas Wiechmann im Alter von 19 Jahren im Rahmen eines Freiwilligendienstes zum ersten Mal nach Ghana. Bei einem Musikprojekt für Kinder in Accra lernte er die Künstlergruppe Ananse und die Musik- und Tanzgruppe Kwaabuette kennen. Ihn beeindruckte, mit wie viel Eigeninitiative und ehrenamtlichem Engagement sich die Künstler für Kinder, Jugendliche und ihre Gemeinschaft einsetzten.
Aus dieser ersten Begegnung entstanden langjährige Freundschaften. Claas kehrt seitdem fast jährlich nach Ghana zurück. Zunächst unterstützte er die Gruppen auf privater Basis, bevor er 2007 gemeinsam mit seiner Frau Mandy und Freunden Ankwa Roots e.V. gründete.
Der Name „Ankwa“ verbindet Ananse und Kwaabuette. Ananse ist die weise Spinne aus ghanaischen Märchenerzählungen. Ihr Spinnennetz steht für uns für das Knüpfen von Verbindungen und den Aufbau von Netzwerken. Kwaabuette bedeutet „Regenbogen“ und symbolisiert die Vielfalt und den Zusammenhalt verschiedener Kulturen und Generationen.
Über die Jahre ist ein Netzwerk aus langjährigen Partnern und Kooperationen in Ghana sowie Unterstützern und Förderern in Deutschland gewachsen.



Musik bewahren und voneinander lernen
Die Förderung von Kindern und Jugendlichen steht seit Beginn im Mittelpunkt unserer Arbeit. Ein zentrales Projekt ist die Kwaabuette School of African Music and Dance, die wir gemeinsam mit unseren Partnern aufgebaut und 2019 umfassend saniert und weitgehend neu errichtet haben. Hier werden musikalische Traditionen weitergegeben und Gemeinschaft gelebt.
Für Mandy und Claas ist Ghana längst eine zweite Heimat geworden. Die über viele Jahre gewachsenen Freundschaften, die gemeinsame Liebe zur Musik und der intensive kulturelle Austausch bereichern unsere Vereinsarbeit und prägen sie bis heute.
Claas arbeitet hauptberuflich als sozialpädagogischer Betreuer in Braunschweig. Er studierte Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der TU Braunschweig in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste (HBK). Seine pädagogische und mediale Erfahrung bringt er auch in die Vereinsarbeit ein: Seit vielen Jahren dokumentiert er unsere Projekte mit Fotos und Videos. Bei Vorträgen und Filmabenden sowie über die sozialen Medien teilen wir diese Einblicke und machen das Engagement unserer Partner sichtbar.



Wie der Umweltschutz hinzukam
Unsere Musik- und Tanzprojekte befinden sich im Zentrum Accras, unmittelbar an der Atlantikküste. Hier haben wir über viele Jahre erlebt, wie die Verschmutzung durch Plastikmüll, angeschwemmte Textilien und andere Abfälle immer weiter zunimmt.
Aus kleinen Cleanups rund um unsere Projekte entstand eine enge Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Won Bee Ga, Ba!, zu der ebenfalls langjährige Freunde gehören. Mit unserer Unterstützung und Begleitung ging daraus 2025 das Won Bee Ga, Ba! Development Project als registrierte Non-Profit-Organisation (NPO) und heutige Partnerorganisation hervor.
Kreative Umweltbildung steht dabei im Mittelpunkt. Gemeinsam verbinden wir Aufräumaktionen mit Musik, Tanz, Kunst und Sport und setzen uns in Workshops für Kinder und Jugendliche spielerisch mit Abfall und dem Schutz unserer Natur auseinander.



Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Unsere Arbeit richtet den Blick in beide Richtungen: In Ghana unterstützen wir Umweltbewusstsein und lokale Lösungen, die an vorhandenes Wissen und die Ideen unserer Partner anknüpfen. In Deutschland machen wir auf die Verantwortung aufmerksam, die mit unserer Produktion, unserem Konsum und internationalen Waren- und Abfallströmen verbunden ist.
Denn Verantwortung beginnt nicht erst dort, wo Abfall sichtbar wird. Neben praktischen Lösungen vor Ort braucht es Veränderungen im globalen Norden und verbindliche Regeln für den Umgang mit Produkten und den internationalen Handel mit Abfällen.
Dafür bauen wir unsere Netzwerke weiter aus, teilen Erfahrungen und bringen Menschen zusammen. Unsere Zusammenarbeit geht weit über finanzielle Förderung hinaus. Sie lebt von gegenseitigem Vertrauen und dem gemeinsamen Einsatz für Kultur, Gemeinschaft und Umweltschutz.

